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UTC: Erfolgreiche wissenschaftliche Karriere.

Rev. Dr. Vinod Sailus ist Assistenzprofessor für Mission und Ökumene an der Lutherischen Hochschule Gurukul geworden.

Einer der beiden Doktoranden der Mission- und Ökumeneabteilung der United Theological College (UTC) in Bangalore, Rev. Dr. Vinod Sailus, ist Assistenzprofessor für Mission und Ökumene an der Lutherischen Theologischen Hochschule Gurukul geworden. Das ELM unterstützt die UTC. Wir gratulieren zu diesem Erfolg!

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Indien: Viele Menschen werden nicht mehr da sein

Corona breitet sich auf dem Subkontinent derzeit wie ein Lauffeuer aus. Ute Penzel mit einem persönlichen Blick auf die Situation des Landes, der Partnerkirchen und der Menschen.

 

Viele Menschen werden nicht mehr da sein

Noch vor ein paar Monaten sah alles anders aus: Mitte Februar dieses Jahres zählte man offiziell „nur“ noch weniger als 10.000 Infizierte und weniger als 100 Tote bei 1,4 Milliarden Einwohnern. Am 6. Mai 2021 sind es 412.262 Infizierte.

Zu Beginn des Jahres hatte Narendra Modi, Indiens Premierpräsident, die „größte Impfkampagne der Welt“ ausgerufen. In den geplanten 3.000 Impfzentren und 150.000 Mitarbeitenden sollten schon am ersten Tag rund 300.000 Menschen geimpft werden. Jetzt geht es nicht weiter. Dem Serum Institute of India, dem weltweit größten Impfstoffhersteller, mangelt es an Rohmaterial. Es gab ein Exportstopp seitens der USA, der erst Ende April aufgehoben wurde. Heute gibt es Sorge, dass die 2. Impfung im richtigen Zeitraum nicht stattfinden kann und damit der gesamte Schutz verfällt und so ganz neu geimpft werden muss.

Die meisten Krankenhäuser sind überfüllt, es mangelt an medizinischem Sauerstoff, Beatmungsgeräte zur Behandlung von Covid-19-Patienten und an manchen Orten sogar Brennholz zur Einäscherung der Toten. Auch mit Bestechungsgeld ist meist nichts mehr zu machen.

Viele Länder schicken Hilfsmaßnahmen nach Indien, darunter auch Deutschland, heute mit einer mobilen Sauerstoff-Erzeugungsanlage.

Erst seit dem 6. Mai 2021 gibt es einen leichten Lockdown in Tamil Nadu — in Telangana und Andhra Pradesh schon Tage vorher. Vorab waren große Wahlveranstaltungen, ein hinduistisches Fest mit vielen Besucher*innen (die Zahl schwankt nach Angaben zwischen 20 und 50 Millionen Besucher*innen), große Hochzeiten, an der Tagesordnung. Mit „Abstand halten“ war das schwierig.

Und die Situation der ELM-Partnerkichen? — „Wir sind von Trauer erfüllt!“

Good Shepherd Evangelical Lutheran Church (GSELC): Aufklärung und Fahrten zu Impfstellen

Rev. N. Daniel, Secretary GSELC erzählt: „Wir sind alle zu Hause und schicken uns Nachrichten über das Telefon.“ Es wird vermutet, dass der nächste Sonntag als physischer Gottesdienst ausfällt, von der Regierung angeordnet, so dass keine Veranstaltungen durchgeführt werden können. Viele Menschen sind infiziert. Die GSELC sieht die Herausforderung, dass viele Tribles (Adivasis, früher Ureinwohner), Angst haben, sich impfen zu lassen. Viele Gerüchte bestehen um die Impfungen herum. Die Kirche gibt ihren Mitgliedern Aufklärung und will Fahrten zu Impfstellen organisieren.

South Andhra Lutheran Church (SALC): „Statt vorwärts, geht es rückwärts!“

Bishof Rt. Rev. E. Vijaya Bhaskar berichtet: „Wir schätzen Ihre Sorge und Ihr Mitgefühl gegenüber der SALC, da wir mit der schrecklichen Krankheit Corona konfrontiert sind. Die Situation in Indien im Allgemeinen und besonders in der SALC ist ‚herzzerreißend‘, da sich die Krankheit wie ein Lauffeuer ausbreitet. Die Covid-19 Situation in unserem Gebiet bleibt ernst. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist in die Höhe geschnellt, und auch die Zahl der Todesfälle ist in den letzten Wochen sprunghaft angestiegen — es hat sich wenig geändert, statt vorwärts, geht es rückwärts. Dieser unsichtbare Virus hat zahlreiche unschuldige Leben genommen und es gibt noch kein Ende. Wir sind von Trauer erfüllt, wenn wir an unsere geliebten Pastoren denken, Rev. Subhanandam, Pfarrei Tirupati West und Rev.K. David Raj, Pfarrei Menakur und Prediger Mr. D. Arbudham, Pfarrei Krishnasamudram, Mitglied des Exekutivkomitees, sind verstorben. Rev. K. Tensing Victor, Renigunta Town Parish und Rev. K. P. Luther Babu, Vice-President, sind in häuslicher Quarantäne unter medizinischer Betreuung. Viele der Gemeindemitglieder in Tirupati, Gudur, Puttur, Renigunta, Jeevagram, Rapur usw. haben in den letzten sechs Monaten ihr wertvolles Leben verloren. Besonders in den Distrikten Nellore, Chittoor und Kadapa, in denen die meisten unserer Gemeindemitglieder wohnen, gibt es einen enormen Anstieg der Fälle.“

Ein weiterer Lockdown wurde in Andhra Pradesh, dem Gebiet der SALC angeordnet. Der Mangel an Sauerstoff, Medikamenten, Krankenhausbetten trägt zu einem alarmierenden Anstieg der Sterberate bei. Aufgrund fehlender Betten liegen die Patienten in Krankenwagen vor den Krankenhäusern und warten auf Aufnahme. Viele Krankenwagen mit Sauerstoffversorgung werden als Behandlungsplätze genutzt, bis die Patienten aufgenommen werden.

Bischof E. Vijaya Bhaskar informiert: „Zum ersten Mal ist jetzt besonders zu spüren, dass es in vielen Städten und Gemeinden unseres Bundesstaates Andhra Pradesh an Friedhöfen mangelt, um die letzten Rituale für die von Covid-19 befallenen Leichen durchzuführen.  Manchmal sieht man auch lange Reihen von Leichen vor Krematorien, die darauf warten, dass sie an der Reihe sind, verbrannt zu werden. In diesem Getümmel leben wir mit der Hoffnung, dass unser mächtiger Gott diesem Unheil bald ein Ende bereitet. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.“ (Psalm 116,8)

Tamil Evangelical Lutheran Church (TELC): „Helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten!“

Bischof Rt. Rev.D. Daniel Jayaraj schreibt: „Während ich dieses E-Mail schreibe, geraten wir in Indien in den Tsunami der Covid-Pandemie und erwarten den Höhepunkt der 2. Welle in den kommenden Tagen. In dieser Welle haben wir als Kirche viele Pastoren, Lehrer, Missionsmitarbeiter und Familienmitglieder verloren. Ehrlich gesagt haben wir die Gefährlichkeit des Ausbruchs nicht eingeschätzt und sind ihr schließlich als Nation erlegen. Wir sind von großer Angst ergriffen, was morgen passieren wird. Sogar kleine Kinder sind davon betroffen. Wir sind von der Regierung aufgefordert worden, Gottesdienste und alle anderen Versammlungen auszusetzen. Wir hoffen, unsere alltäglichen Anforderungen erfüllen zu können. Als Kirche helfen wir im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten auch den Gemeinden um uns herum bei der Bereitstellung von Unterstützung, medizinischer Hilfe usw. Unser (ehemaliges, Anmerk. d. Red.) schwedisches Missionskrankenhaus in Tirupattur wurde von der Regierung als 100-Betten-Covid-Care-Center in einer Partnerschaftsinitiative eingesetzt. Unser Joseph Eye Hospital in Trichy ist als Impfzentrum eingesetzt und bietet neben der Versorgung der gesamten Gemeinde auch kostenlose Impfungen für unsere Pastoren an.

Wir bitten Sie um Ihr inständiges Gebet, nicht nur für uns, sondern für die ganze Nation, damit wir mit möglichst wenig Schaden aus dieser Situation herauskommen.“

Persönlich: Daraus können Alpträume entstehen

Vor ein paar Nächten bin ich aufgewacht, weil ich geträumt habe, dass ein Bekannter aus Indien an Corona verstorben ist. Dem ist nicht so. Thanks God! Bei den schrecklichen Nachrichten, die aus Indien kommen, ist das aber auch verständlich. Daraus können Alpträume entstehen. Zwischendurch war es schon furchtbar, Facebook oder WhatsApp zu öffnen. Es gab so viele Nachrichten von Verstorbenen. Mein Account ist voll von Nachrichten und Meinungen zu Corona in Indien. Hier einige:

„Mit tiefer und trauriger Betroffenheit möchten wir Sie über das plötzliche und traurige Ableben von...informieren …“

„Meine lieben Freunde....Und alle, die glauben, dass sie kein Covid bekommen und ohne Masken herumlaufen, gehen bitte in ein staatliches Krankenhaus, stellen sich einmal betend weit weg von der Covid-Station und beobachten schweigend.“

„Lasst sie (Anmerkung U.P.: die Politiker) bei der nächsten Wahl um Stimmen kämpfen, so wie ihr um Betten, Injektionen und Sauerstoffflaschen kämpft.“

„Ich frage mich, wie viele sich mir heute anschließen werden, um dieses Gebet zu sprechen: Lieber Gott, bitte beende die Pandemie und stelle Frieden, Ruhe und Gesundheit in unserer Welt wieder her!“

Meine indische Freundin erzählt, wie sie für den infizierten Schwager in Chennai erst nach zwei Tagen intensiver Suche ein Bett im Krankenhaus bekommen haben. Einige berichten, dass Betten doppelt belegt werden — Kranke, die sich nicht kennen …

Alltagssysteme der Hilfe existieren nicht mehr

In vielen Lebenslagen gab es immer das System in Indien: Ich kenne jemanden, der kennt eine und die kennt einen und der kennt einen und kann helfen … Das scheint nicht mehr zu funktionieren. Auch das in manchem angewandte Bestechungsgeld hilft nicht immer zum Erfolg.

Eine gute Bekannte, die in Deutschland ist, sagte, vielleicht ist das so, wie wenn die Nachrichten von der Front im Krieg kamen … Die Person hat es auch getroffen und ist tot ...

Es belastet. Bei einem hoffentlich nächsten Besuch in Indien wird sich vieles verändert haben. Viele Menschen werden nicht mehr da sein.

Bitte beten Sie für Indien,

  • für genug Impfstoff, Sauerstoff, Brennholz, Personal und Krankenhausbetten
  • für Weisheit der Verantwortlichen
  • für Stärke der Kirchen
  • für Schutz und Trost für die Bevölkerung
  • für ein Ende der Pandemie weltweit.

Ute Penzel,
Referentin Bildung International
und
Ökumenische Zusammenarbeit Indien

Das ELM sammelt Spenden für Indien, um sowohl Corona-bezogene Maßnahmen der Partnerkirchen dort finanzieren zu können als auch laufende Projekte in der Krise weiter zu finanzieren.
Die dafür eingehenden Gelder werden in Indien eingesetzt. Allerdings ist derzeit ein direkter Geldtransfer nach Indien an christliche Kirchen nicht möglich. Wir arbeiten mit den Partnerkirchen an Lösungen, die Unterstützung von Projekten so schnell wie möglich sicherzustellen.

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Corona: Fürbitte für Indien

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ruft mit anderen Mitgliedern der Ev. Mission Weltweit (EMW) zur Fürbitte für die Menschen in Indien auf.

Hermannsburg/Hamburg.- Im April starb in Indien jede Minute ein*e Inder*in an oder mit Covid-19 – so die erschreckenden Berichte in den deutschen Nachrichten. Inzwischen meldet das Land über 400.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages und über 3.500 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Die in der Evangelischen Mission Weltweit (EMW) zusammengeschlossenen Werke ruft zur Fürbitte für die Menschen in Indien auf.

„Die Krankheit verbreitet sich wie ein Waldbrand“, berichten Partner des Ev.-luth. Missionswerks in Niedersachsen. Das Virus habe bereits unzählige unschuldige Leben gefordert und es sei kein Ende in Sicht. In vielen Städten und Dörfern gebe es nicht mehr ausreichend Platz auf den Friedhöfen und vor den Krematorien reihten sich die Leichname in langen Schlangen.

„Es ist schrecklich hier! Jeden Tag stirbt jemand, den wir kennen“, berichtet Mukut Bodra, Mitarbeiter der Gossner Mission in Indien. Überall im Land sind die Kliniken überfüllt, das Personal ist am Limit, es fehlt an Sauerstoff und an Intensivbetten. „Es ist ein Kampf um freie Betten und Sauerstoff entbrannt“, so Bodra. Das Gesundheitssystem in Indien gilt seit langem als völlig marode. „Mittlerweile bringen viele Leute ihre kranken Verwandten hinaus aufs Land, in der Hoffnung, dort einen Klinikplatz zu finden. Aber auch das ist oft vergeblich.“

„So viele Menschen sterben und es gibt überall Unsicherheit und Angst“, berichtet auch Pfarrer Christian Samraj von der Tamilischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, einer Partnerkirche des ELM und des Leipziger Missionswerks. Alle haben Angst um ihr Leben, bestätigt Dr. Johnny Oommen, der medizinische Leiter des Christlichen Krankenhauses in Bissamcuttack, einem Partner des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche. „Es ist nun auch die bloße Angst vor Covid-19, die mittlerweile viele auch mit leichten Symptomen dazu bringt, die Krankenhäuser aufzusuchen“, so der Arzt. Auch das trage zur weiteren Überlastung des Gesundheitssystems bei.

Für den Nationalen Kirchenrat in Indien hat die Situation existenzielle Folgen, da diese erneute Welle auf bereits erschöpfte Ressourcen trifft: In einer der Mitgliedskirchen ist bereits die Hälfte der Pastor*innen erkrankt, und zwei Bischöfe sind bereits verstorben. „Neben dem persönlichen Drama für die Betroffenen ist das auch ein ernstzunehmendes strukturelles Problem“, sagt der Indienreferent des Zentrums für Mission und Ökumene der Nordkirche, Pastor Jörg Ostermann-Ohno: „Die Kirchen sind wichtige Anlaufstellen zur Unterstützung der Menschen vor Ort. Sie bilden einen wichtigen Teil der Infrastruktur zur Bekämpfung der Pandemie, dessen Wegbrechen spürbare Auswirkungen auf die Situation in der Region hat.“ (CW/EMW/ELM)

 

Fürbitte

Anlässlich des Sonntags Rogate, dem Weltmissions-Sonntag am 9. Mai, ruft die EMW-Gemeinschaft zur Fürbitte für die Menschen in Indien auf:

Gelobt sei mein Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. (Psalm 66.20)

Barmherziger Gott,

Du bist ein Liebhaber des Lebens.
Du schenkst Hoffnung angesichts des Todes.
Du vermagst uns zu trösten, wie eine Mutter ihr Kind tröstet.

Im Vertrauen auf Deine Nähe und voller Hoffnung auf Hilfe beten wir zu Dir.

Wir denken auch heute an alle Menschen, die unter der Covid-19-Pandemie leiden – die, deren Existenz betroffen ist, an die Notleidenden, an die in den Krankenhäusern und an alle, die mit dem Tod ringen.

Wir danken Dir für alle, die ihnen in dieser Not beistehen. Unsere Gebete überschreiten alle Grenzen und umfassen die Welt.

Aktuell erschrecken und bedrücken uns Bilder und Nachrichten aus Indien sehr. Es fehlt an allem, vor allem an Sauerstoff und Beatmungsgeräten und an Rohstoffen, um Impfstoffe herzustellen.

So viele Menschen, die auf Hilfe warten, so viele Familien, die den Tod von Angehörigen zu beklagen haben, so viel Leid, so viel Trauer.

Wir bitten Dich angesichts der großen Not aller. Wir bitten für die, die verzweifeln – lass sie Hilfe und Stärkung erfahren.

Wir danken Dir für alles solidarisches Handeln in Dörfern und Städten, für internationale Unterstützung, die alle erreicht. Es ist gut so sehen, dass Krankenhäuser Betten für Covid-Patient*innen zur Verfügung stellen.

Schenke Trost, wenn so vieles trostlos ist.

Mach all denen Mut, die sich für gute und kluge Lösungen einsetzen – wir brauchen mutige Ideen für Schutzmaßnahmen, Impfkampagnen und den verantwortungsvollen Umgang mit Patentrechten weltweit. Lass uns nicht müde werden, nach Lösungen zu suchen.

Stärke die Menschen guten Willens in Politik und Wissenschaft und hilf uns zusammenzustehen, auch wenn uns Vieles trennen mag.

Du bist ein Liebhaber des Lebens, du schenkst uns Hoffnung – zu Dir rufen wir im Namen Jesu Christi – mit dessen Worten wir beten:

Vater unser im Himmel…

Das ELM sammelt Spenden für Indien, um sowohl Corona-bezogene Maßnahmen der Partnerkirchen dort finanzieren zu können als auch laufende Projekte in der Krise weiter zu finanzieren.
Die dafür eingehenden Gelder werden in Indien eingesetzt. Allerdings ist derzeit ein direkter Geldtransfer nach Indien an christliche Kirchen nicht möglich. Wir arbeiten mit den Partnerkirchen an Lösungen, die Unterstützung von Projekten so schnell wie möglich sicherzustellen.

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Trauer um Reverend Kannaiah (Kunja) Daniel, Kirchenpräsident der Good Shepherd Evangelical Lutheran Church (GSELC) in Indien

Am 19. April 2021 verstarb der amtierende Kirchenpräsident der GSELC. Rev. Kannaiah Daniel völlig unerwartet an einem Herzinfarkt.

Daniel gehörte wie viele Christ*innen zu einer in Indien marginalisierten Bevölkerungsgruppe. Er war ein Koya. Die Koya gehören zu den Adivasii. Zusammen mit den Dalits gehören die Adivasii zu den am stärksten benachteiligten Menschen in Indien. Obwohl Adivasii in der indischen Verfassung geschützt sind, kennzeichnen Diskriminierung und Ausbeutung ihre Situation bis heute. Viele Adivasii und Dalits gehören zur christlichen Minderheit des Landes. 

Unter Begleitung des Dachverbandes der lutherischen indischen Kirchen UELCI (United Evangelical Lutheran Churches of India) wurde Daniel am 7. Januar 2016 zum Präsidenten der GSELC (Good Shepherd Evangelical Lutheran Church) gewählt. 
K. Daniel hat seinen Dienst mit dem Versprechen angetreten, die unterschiedlichen Gruppen in der Kirche, zu versöhnen. Das ist ihm in den nur 5 Jahren seines Amtes in großen Teilen gelungen. Entsprechend groß wird das Machtvakuum sein, das sich jetzt in einer Zeit einstellt, die sowieso von großen Unruhen begleitet ist: Zum einen beginnt eine gigantische Umsiedlungen im Gebiet der GSELC im Rahmen eines Staudamm-Projektes, das gewachsene Strukturen in den Dörfern, Gemeinden und Familien zerstört, zum anderen sind die Folgen der COVID19-Pandemie in Indien verheerend.

Michael Thiel, Direktor des ELM würdigt Kunja Daniel als „eine große und starke Führungspersönlichkeit. Er leitete seine Kirche mit großer Ruhe und spiritueller Kraft und er war so eine wichtige Person für die GSELC und auch für die Koya-Gemeinschaft. Er wird mir und denen, die mit ihm gearbeitet haben immer als ein besonders gebender Mensch mit großem Charakter in Erinnerung bleiben. Es war eine Freude, ihn mehrmals zu treffen und mit ihm den Glauben zu teilen. Ich erinnere mich sehr gut an unser letztes Treffen im Januar 2019, als wir mit der Gruppe des Kirchenkreises Rhauderfehn Ihre Gemeinden besucht haben.“

Ute Penzel, für die Zusammenarbeit mit den indischen Partnerkirchen zuständige Referentin des ELM erinnert sich: „Rev. K. Daniel wird uns als ein starker Leiter dieser Kirche in Erinnerung bleiben. Ständig im pastoralen Einsatz, kümmerte er sich besonders um die Gemeinden aber auch um Menschen außerhalb der Kirche. Er verstand sich als einfachen Leiter, der das geistliche Wohl der Menschen, die ihn umgaben, suchte. Er betete mit ihnen, teilte das Abendmahl aus und war im besten Sinne des Wortes ein „guter Hirte“. Besonders in geistlichen Angelegenheiten galt er als allseits anerkannte Autoritätsperson.“

Am 20. April 2020, fand die Beerdigung von Reverend Kannaiah Daniel in seinem Heimatdorf Nandhipadu statt. Rev. K. Daniel hinterlässt seine Frau und zwei erwachsenen Kinder mit deren Familien. Wir beten für sie und die GSELC, damit sie in dieser schweren Zeit, Kraft im Glauben finden können.

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Altern in Indien

Bis 2050 wird ein Fünftel der Bevölkerung in Indien über 60 Jahre alt sein.

Ältere Menschen haben bisher in Indien einen hohen gesellschaftlichen Status. Das galt und gilt vor allem für Männer. Sie haben die Entscheidungsgewalt über die Finanzen und den Besitz der Familie. Meistens waren die Älteren die Entscheidungsträger. Ihr Rat wurde als Gesetz akzeptiert, ihre Worte wurden als Worte Gottes respektiert, das traditionelle Wissen kam von ihnen.
Die Menschen lebten in einer gemeinsamen Familie in einem auf Landwirtschaft basierenden Wirtschaftssystem. Die Familie war und ist die einzige Sicherheit, die einzige Quelle der Aufrechterhaltung des Status und der Würde der Alten.
Doch auch in Indien verändern sich Familienstrukturen und Traditionen. Das ELMinar „Altern in Indien“ am 19. März, beschäftigte sich mit den Folgen der veränderten Strukturen auf das Leben im Alter und damit, welche Konzepte die indischen Kirchen für die veränderte Lage der Alten haben.
Bereits im Jahr 2018 gab es eine vom Ev.-lutherischen Missionswerk organisierte Partnerkirchen-Konsultation in Indien zum Thema "Älterwerden und Obdachlosigkeit in Indien“ (Aging and Homelessness in India), die S. Edwin Jayakumar, emeritierter Bischof der TELC, nach eigener Aussage bewogen hat, intensiver über das Thema Altern nachzudenken. Wir veröffentlichen hier gekürzt sein Eingangsreferat zum Seminar.

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Indien aktuell

Nachrichten zu unseren indischen Partnerkirchen:

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„Das Ziegenbalghaus – nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch Familie.“

Corona-Update aus dem Ziegenbalghaus | Juli 2020. Das Ziegenbalg-Haus ist ein sehr schöner Ort. Von überall auf der Welt kamen Einheimische, Gemeindemitglieder und andere, alle möglichen Arten von Menschen ins Museum und besuchten das Haus. Mehr.

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„…nicht alles, was möglich ist, ist wünschenswert!“

Aktueller Bericht von Dr. Gudrun Löwner (Bangalore) vom  Juni 2020

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Wie sieht die Corona-Situation in unseren Partnerkirchen aus? I Sommer 2020

Die drei ELM-Partnerkirchen in Indien (SALC, GSELC und TELC) begleiten die lutherische Gemeinschaft in Indien. Sie besteht überwiegend aus Dalits und Adivasii.

Dalits („die Gebrochenen“) wurden früher „Unberührbare“ genannt und gelten nach den heiligen Schriften im Hinduismus als „unrein“. Im Kastensystem der Hindus stehen die Dalits nach wie vor auf der untersten Stufe, obwohl das Kastenwesen seit 70 Jahren offiziell abgeschafft ist.

Zusammen mit den Dalits gehören die Adivasii zu den am stärksten benachteiligten Menschen in Indien. Obwohl Adivasii in der indischen Verfassung geschützt sind, kennzeichnen Diskriminierung und Ausbeutung ihre Situation bis heute.

Ihre verzweifelte und unverschuldete jetzige Situation schildert Daniel, ein indischer Wanderarbeiter:

„Eigentlich arbeite ich tageweise in der Landwirtschaft. Aber unser Land ist zu trocken, um die Felder zu bewirtschaften. Um Arbeit zu finden und meine Familie zu ernähren bin ich vor zwei Jahren nach Chennai gegangen. Mit dem Lockdown fand ich dort aber keine Arbeit mehr. Schon vor COVID-19 bekam ich immer nur für den Tag, an dem ich gearbeitet habe, Geld. Weil ich wegen des Lockdowns nicht arbeiten konnte, bekam ich auch kein Geld, um Essen für meine Familie zu kaufen. Wir sind dann zu Fuß in unseren Heimatort gelaufen und manchmal auch getrampt, von Chennai bis Telangana sind es fast 600 Kilometer. Wir hatten unterwegs nichts: Kein Essen, kein Wasser, keine Unterkunft. Wenn uns nicht Leute ab und zu etwas gegeben hätten, wären wir verhungert oder verdurstet. An den Kontrollposten wurden wir angehalten, verhört und manchmal auch geschlagen, weil wir ja eigentlich nicht den Ort wechseln dürfen. Aber in Chennai wären wir verhungert. Gott sei Dank haben wir alle lebend unser Heimatdorf erreicht. Aber auch dort haben wir kein Geld. Und Regierungsausweise haben wir auch nicht. Deshalb bekommen wir keine Essensrationen von der Regierung.“

Pastor Joshua Peter, Generalsekretär des Dachverbandes UELCI (Vereinigte evangelische lutherische Kirchen in Indien), beschreibt in einem Brief an das ELM, dass zusätzlich zu den Wanderarbeiter*innen auch die ungelernten Arbeitenden, die sogenannte niedere Tätigkeiten verrichten wie Träger*innen auf den Märkten, Bahnhöfen und Busbahnhöfen, Ochsenkarrenfahrten, Rikscha-Fahrerende durch die völlige Abriegelung schlimm betroffen sind. „Diese Personengruppen haben keinen Zugang zu Nahrungsmitteln für ihr tägliches Überleben.“

Was tut das ELM mit der Hilfe von Spenderinnen und Spendern?

In einem ersten Schritt finanziert das ELM durch Spenden die Versorgung von fast 3000 Familien: von landlosen und ungelernten Arbeiter*innen und alleinstehende Witwen und Waisen, die zur Zeit keine Möglichkeit haben, ihre Familien aus eigener Kraft zu ernähren. Sie erhalten Lebensmittelpakete und Desinfektionsmittel. Die Familien werden unabhängig von Religion, Kaste und ethnischer Zugehörigkeit ausgewählt.

Jedes Lebensmittel-Paket mit Reis, Linsen, Speiseöl, Salz, Gewürzen (Chili, Koriander, Kurkuma) sowie Handdesinfektionsmittel sichert das Leben einer Familie für rund einen Monat. Für nur rund 12,50 Euro pro Familie werden die Hilfsgüter zusammengestellt und die Verteilung organisiert.

1200 Pakete werden durch die UELCI verteilt, weitere 1600 Pakete gibt die TELC unter anderem an die ethnische Gruppe der Sinti aus, die keine ausreichende staatliche Unterstützung erhalten. 80 Pakete gehen an die Familien von Schülerinnen und Schülern aus Wohnheimen der GSELC in Sarapaka und Vinayakapuram, die das ELM durch Spenden des Kirchenkreis Rhauderfehn seit Langem unterstützt. Aufgrund der Corona-Bestimmungen für Wohnheime, mussten die Kinder, die sonst in den Wohnheimen Essen erhalten, sehr plötzlich in ihre Familien zurück. Ihre Eltern arbeiten als Tagelöhner oder sind von den Produkten des Waldes abhängig. Jetzt haben sie keinen Verdienst mehr. Mala ist acht Jahre alt und eine Schülerin aus dem Wohnheim in Sarapaka. Sie schildert ihre  Situation:

„Ich bin aus meiner Familie die Erste, die zur Schule geht. Mit dem Lockdown mussten alle Schülerinnen und Schüler das Wohnheim verlassen und nach Hause gehen. Ich bin natürlich froh, bei meinen Eltern zu sein. Aber Papa kann im Moment nicht auf dem Feld arbeiten. Meine Eltern verkaufen sonst immer noch Produkte, die sie im Wald sammeln. Also Bambus, Feuerholz, Wurzeln, Kräuter, Früchte und Honig. Aber mit diesen Waren dürfen wir im Moment nicht in die Geschäfte gehen, um sie zu verkaufen. Im Wohnheim haben wir immer Essen bekommen, dreimal am Tag und kleine Snacks gab es auch. Jetzt habe ich dauernd Hunger, es gibt nur einmal am Tag ein bisschen Reis.“

Was können Sie tun?

Mit nur 125 Euro sichern Sie das Überleben von zehn Familien in Indien für einen Monat und tun zugleich etwas dafür, dass COVID-19 nicht zu einer sozialen Katastrophe wird, in der die Schwächsten der Gesellschaft noch mehr leiden und stärker als bisher diskriminiert werden.

ELM-Spendenkonto: IBAN DE54 2575 0001 0000 9191 91 oder gleich online auf der Spendenseite

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Das United Theological College trifft Maßnahmen gegen Corona, 11.05.2020

So wie das allgemeine kirchliche und gemeindliche Leben in unseren Partnerkirchen, sind auch die theologischen Ausbildungsstätten dort von der Corona-Pandemie betroffen. Am 11. Mai erreichte uns z.B. eine Grußadresse der Vereinigten Theologischen Hochschule im indischen Bangalore (United Theological College/UTC), in der sie auf die Situation des Lehrbetriebes angesichts der landesweiten Abriegelung hinweist und sich bei ihren Partnern für die unermüdliche Unterstützung des Lebens an der UTC und ihrer Mission und ihren Dienst bedankt.

In ihrem Schreiben berichtet die UTC, an der auch die vom ELM entsandte Professorin Dr. Gudrun Löwner lehrt, von notwendigen proaktiven Entscheidungen. So wurden bereits Mitte März alle College-Prüfungen verschoben und die Studierenden nach Hause geschickt. Studierende, die bereits alle Leistungsanforderungen und Prüfungen erfüllt hatten, erhielten in einem speziellen Verfahren ihre Diplome und wurden individuell in einer kurzen Zeremonie geehrt und dann gebeten das College umgehend zu verlassen.

Studierende, die ihre Prüfungen noch abschließen mussten, blieben zurück, und durften das College wegen der allgemeinen Abriegelung in dieser Zeit zunächst nicht verlassen, solange eine endgültige Entscheidung bezüglich ihrer Prüfungsverfahren ausstand. Um sie kümmerte sich das College ebenso wie auch um die  Doktoranden, die im Wohnheim wohnen und ihre Arbeit fortsetzen. Derzeit werden Vorkehrungen getroffen, damit sie mit Einschränkungen auf die Bibliotheksressourcen zugreifen können.

Betroffen von den Beschränkungen waren auch alle Gemeindeveranstaltungen, darunter das Abschiedsessen und der Abschiedsgottesdienst, die für Anfang April geplant waren. Sie wurden ausgesetzt wie auch die für den 4. April 2020 geplante Sitzung des Exekutivausschusses. Die Mitglieder des Exekutivausschusses aus den Reihen des Kollegiums trafen sich jedoch mit dem Präsidenten der UTC-Gesellschaft und machten einige wichtige Empfehlungen, die für den Betrieb des Kollegs im kommenden akademischen Jahr 2020-2021 wesentlich sind. 

Die Fakultät trifft sich in regelmäßigen Abständen, prüft die Situation und trifft wichtige Entscheidungen auf der Grundlage der geltenden Regierungsdirektiven. Es wurde beschlossen, dass das Kollegium am 1. August 2020 für das nächste akademische Jahr wieder geöffnet wird - wobei die ersten 15 Tage mit einer Quarantänezeit für die Gemeinschaft verbunden sein könnten. Gemäß einer Direktive des Senats des Serampore College, des Dachverbandes der theologischen Hochschulen in Indien, würden Online-Klassen wie geplant ab Juni beginnen. Die Büros haben am 6. Mai mit einem Minimum an Personal ihre Arbeit aufgenommen, die zu gegebener Zeit gemäß den Richtlinien der Regierung entsprechend angepasst werden kann. 

Lesen Sie den originalen Wortlaut des Berichts hier…

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„Womit wollen wir unsere Welt füllen, wenn es an der Zeit ist, sie wieder aufzubauen?“

Brief des UELCI-Generalsekretärs Joshua Petrus an die Partner angesichts der Corona-Pandemie, 28.04.2020

„Lassen Sie uns das Versprechen geben, die Regierungsinitiativen zur Bekämpfung des Virus zu unterstützen und uns daran zu beteiligen. Bleiben Sie zu Hause und halten Sie körperlichen Abstand, nutzen Sie die Zeit, um für die Opfer von COVID-19 und all die engagierten Mitarbeiter zu beten. Bleiben Sie auf sozialer Distanz und folgen Sie dem engeren Kontakt zu Ihren Lieben und Wohltätern und zu denen, die Angst vor dem Virus haben, indem Sie sie anrufen und mit ihnen sprechen, sie ermutigen und mit ihnen beten“, mit diesen Worten wandte sich der Generalsekretär der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen  in  Indien (UELCI), Pfarrer Joshua Petrus, Ende April in einem Brief an befreundete Organisationen und Partner im In- und Ausland.

Darin weist er auf die Zusammenarbeit der lutherischen Kirchen in Indien mit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in mehreren Wohlfahrts- und Programmen zur Bewusstseinbildung hin. So unternehme man auch Schritte zur Unterstützung der Wanderarbeiter*innen, der Tagelöhner*innen und der Armen in ihrem Kampf ums Überleben.

„Während wir den Bischöfen und Kirchenführern für ihre Unterstützung danken, appelliert die UELCI auch an alle Kirchen, ihren engagierten Dienst am leidenden Volk mit dem mitfühlenden Herzen fortzusetzen. Beten wir zu unserem allmächtigen Gott, dass er uns hilft, die finanziellen Engpässe zu überwinden, mit denen die Kirchen aufgrund des Lockdowns konfrontiert sind, der sie daran hindert, die Monatsgehälter an die kirchlichen Mitarbeiter auszuzahlen“, so Petrus weiter.

Die UELCI rufe alle Mitgliedskirchen dazu auf, den Sonntag nach dem Lockdown als „Erntedank-Sonntag der Befreiung vom COVID-19“ zu betrachten. Es werde ein Tag sein, an dem für all diejenigen gebetet werde, „die uns helfen – Angehörige von Gesundheitsberufen, Polizei und Sicherheitskräften, Sanitärfachleute usw.“, so Petrus. Er drückte seine Trauer und Scham über den Tod der Ärzte aus, die im Dienst an den Pandemie-Opfern verstorben seien, denen man aber eine respektvolle Beerdigung verweigert habe. „Die Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Indien verurteilen solche unmenschlichen Gewaltakte, die uns das Herz brechen“, unterstrich der UELCI-Generalsekretär und rief zum Umdenken im Umgang mit der Pandemie auf. „Diese Vorfälle an mehreren Orten deuten auf die Angst hin, die sich derzeit stärker verbreitet als die Bedrohung durch das Virus selbst. Die Kirchen, die Pfarrerinnen und Pfarrer haben die Aufgabe, ein Bewusstsein zu schaffen, um die Angst aus den Köpfen der Menschen zu vertreiben.“ Und Petrus stellte fest, dass jeder weitere Tag offensichtlich werde, dass dies eine einmalige Gelegenheit sei, den Geist und die Moral der eigenen Lebensweise zu hinterfragen: „Womit wollen wir unsere Welt füllen, wenn es an der Zeit ist sie wieder aufzubauen?“

Lesen hier den gesamten Wortlaut des Briefes im Original…

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Gespräch über soziale Medien zu Mädchenheim in Porayar (Indien), 8.4.2020, 18:30 Uhr

Prof. Dr. Katharinal Punithavath, Leiterin des TELC Mädchenheimes Gnanapoo Illam in Porayar, kurz Punitha: „Ja, liebe Ute. Ich freue mich, von dir zu hören. Bleib gesegnet und pass auf dich auf, meine Liebe. Um die Gruppe zu verkleinern, wurden gemäß der Anweisung der Regierung Kinder nach Hause geschickt. Nur ein kleines Team von Kindern und ein kleines Team von Mitarbeitenden sind hier. Erhaltung der sozialen Distanz …

… In unserem bestehenden alten Gebäude auf dem Gelände könnten wir bei finanzieller Unterstützung mit kurzfristigen medizinischen Kursen beginnen. Für die Durchführung von Tageskursen wird es keine Probleme geben. Denn das ist der größte Bedarf der Stunde. Es ist nicht zwingend erforderlich. Allein durch die schlimmste Situation, die sich hier abspielt, bleibt mir dieser Gedanke im Gedächtnis haften. Der Stadtteil Markt von Porayar und das umliegende Dorf Kattuchery stehen unter Quarantäne. Beten Sie. Gott wird uns helfen. Ich möchte in dieser Situation etwas tun. Einfach beten und sich um die Unterbringung und die Familie kümmern. Ich hoffe, Sie haben alle Ihre Meetings abgesagt. Kümmern Sie sich dort um Sie und Ihre Familienangehörigen. Liebevoll Punitha.“

Nachfrage: „… Kannst du mir etwas näher erklären, was du mit Kurzzeitangeboten im medizinischen Sektor meinst?“

Punitha: „Jetzt planen alle Länder überall, die Anzahl der Krankenhäuser zu erhöhen. Es gibt Forderungen im medizinischen Bereich. In einer solchen Situation können wir einen Labortechnik-Kurs, einen Apotheken-Kurs, einen Kurs für Krankenpflege-Assistenz … für sechs Monate bis zu einjährigen Kursen beginnen. Unsere eigenen Mädchen und Tranquebar-Internatsschülerinnen, aus Mayiladuthurai und andere Heimkinder werden davon profitieren. In den kommenden Jahren wird dies ein sehr großer Dienst für die Gesellschaft sein. Ute, wir werden diese Dinge auch im Gebet bewahren. Es gibt viele Zweige der medizinischen Ausbildung. Wir können solche Kurse auf unserem Campus selbst wählen. 
Mit Gebet und Grüßen Punitha.“

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E-Mail von Daniel Jeyaraj, Bischof der TELC, 4.4.2020

„Ich bin gerade zurück vom Koordinationstreffen, einberufen vom Landrat in Tiruchirapallis. Neben mir nahmen Bischöfe der Church of South India (CSI) sowie der katholischen Kirche teil. Die Regierung hat uns gebeten, die Richtlinien strikt einzuhalten. 

Die katholische Kirche hat ihre Hochschule St. Joseph’s geöffnet und die CSI übernimmt die Essensverteilung über die Bischof Heber Hochschule an Menschen in ernster Notlage. Das war sehr ermutigend zu sehen, wie schnell und effektiv sie alle sich selbst organisiert haben und das Thema ernsthaft angegangen sind. Neben Essen, helfen sie mit Masken, Desinfektionsmittel, Seife etc. Ich habe ja schon erwähnt, dass wir nicht nur für „unsere“ Leute sorgen sollten, sondern uns auch um die Menschen „draußen“, in unseren kleinen Kreisen, kümmern sollten; inkl. Nicht-Christ*innen.“

Nach einem Spendenaufruf in der Kirche laufen erste Maßnahmen an – wenn auch nicht überall reibungslos. Das Geld dafür kommt von einfachen Menschen aus den Gemeinden, mit der Hoffnung, dass ihre Kirche, die TELC, das Geld nach bestem Wissen und Gewissen einsetzt. Der Bischof setzt sich dafür ein, die Nothilfe transparent zu verteilen – natürlich mit den notwendigen Schutzmaßnahmen.

„... Besser, wir schaffen eine Atmosphäre, in der bereitwillig und wohlwollend die Art, wie wir Nothilfe organisieren und durchführen, unterstützt wird. Es sind die armen Gemeindemitglieder, die auf unseren Aufruf reagiert haben. Viele von Ihnen sagen, dass sie ihren Beitrag leisten möchten, wenn die Überweisungsmodalitäten besser geworden sind, nach der Ausgangssperre und wir sollen nicht denken, dass sie nicht unterstützen wollen.

Denn: „Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.“ (2. Kor 9,7)

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UELCI kümmert sich um unmittelbare Bedürfnisse, 30.03.2020

Grüße und Gebete aus der UELCI!

Ich schätze Ihre Fürsorge und Freundlichkeit gegenüber Ihren Missionspartnern sehr. Während Sie selbst und Ihr Land so hart von der Pandemie betroffen sind, bin ich so beeindruckt, Ihre christliche Liebe und Ihr Engagement gegenüber Ihren Partnern zu sehen.  Ich bin überwältigt, die wahre christliche Liebe und das Engagement unserer Partner in diesen Tagen zu sehen und zu erfahren.

Sie haben recht, die Ausgangssperre hat viele Auswirkungen auf unser tägliches Leben, insbesondere auf das Leben der Armen und Bedürftigen und dieses Mal in der Pandemie schließt sie auch das Leben der Pastor*innen, der Mitarbeitenden in Kirchen und die Studierenden in den Theologischen Hochschulen ein.  Das kleine Einkommen, das durch Kollekten erzielt wird, steht jetzt auf dem Spiel.  Die Mitgliedskirchen werden bereits ab diesem Monat Probleme haben, Ihre Mitarbeiter zu entlohnen. Das weiß ich genau, als Schatzmeister unserer Arcot-lutherischen Kirche und als Generalsekretär der UELCI, der in dieser Zeit der Panik, der Angst und der Isolation in ständigem Kontakt mit den Mitgliedskirchen steht. 

Es ist eine seltsame Situation. Da dies eine Pandemie ist, die die ganze Welt einbezieht und weil Indien in die entscheidende Phase der 3. Stufe eintritt, sind wir etwas hilflos bei der Planung einer Nothilfe.  Wir von UELCI versuchen jedoch, die Situation einzuschätzen.

Wir stehen in Kontakt mit unseren Mitgliedskirchen, um über die Situation vor Ort in ihren jeweiligen Missionsgebieten informieren zu können. Die von den Mitgliedskirchen vorgenommene rasche Bedarfsermittlung vermittelt ein klares Bild von den armen Menschen, die ihre tägliche Nahrung dringend benötigen, da die Regierung eine Ausgangssperre verhängt hat, die sie daran hindert, eine Arbeit anzunehmen. 

Darüber hinaus sind die Menschen, die in den Slums und ländlichen Gebieten leben, am stärksten betroffen, da sie keinen Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene haben, Dinge der persönlichen Hygiene, die absolut wichtig sind. Die Regierung rät den Menschen ständig, sich die Hände mit Desinfektionsmitteln usw. zu waschen, leider haben diese Menschen keinen Zugang zu solchen Mitteln.

Die Menschen, die keine Unterkünfte haben, haben keinen Zugang zu den öffentlichen Plätzen. Sie erhalten keine Informationen über die Pandemie sowie die Pläne der Regierung, da sie auch keinen Zugang zu öffentlichen Informationssystemen haben. Dies hat viele Obdachlose in eine Paniksituation geführt und sie sind psychisch beeinträchtigt.

Lebensmittel und Non-Food-Artikel, WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) und Psychosoziale Unterstützung sind die unmittelbaren Bedürfnisse der Menschen in dieser Situation.
Wir als UELCI versuchen, uns um einige der unmittelbaren Bedürfnisse zu kümmern:

  • mindestens einmal täglich Essen für Obdachlose auf der Straße (1000 Personen für die nächsten 20 Tage)
  • haltbare Lebensmittel (Reis, Dhal, Öl, Kurkuma, Chilipulver und Salz) für 2000 Kirchenmitarbeiter, die nur von Einnahmen der Kirche leben. Da die Gottesdienste ausgesetzt sind, bekommen sie keine Einnahmen aus Kollekten.
  • Durch eine großzügige Spende der örtlichen Kirchenmitglieder hat der Koordinator des HIV- und Aids-Referats Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken gesammelt. Diese wurden gestern (25.03.2020) an die Anti-Retroviral-Therapie-Zentren (ART) in Chennai übergeben, die ART-Medikamente an die HIV- und Aids-Infizierten und -betroffenen Menschen liefern, die sehr anfällig für COVID-19 sind. 
  • wir schlagen vor, die ungenutzten Räume der Missionskrankenhäuser zu öffnen, um die Obdachlosen zu versorgen und ihnen mindestens zweimal täglich Nahrung zur Verfügung zu stellen.
  • UELCI-Mitarbeitern, sollten Hochgeschwindigkeits-Internet-Dongle für den nächsten Monat erhalten, um sofortige Konnektivität zu erhalten und sie zu verbessern, um von zu Hause aus zu arbeiten.

Schließlich hatte ich gestern ein Gespräch mit unseren Kollegen in unserer Kirche, bei dem wir über die Sprache und die Wahl der Sätze diskutierten, die im Zusammenhang mit COVID-19 verwendet werden. Zum Beispiel ist die Forderung nach sozialer Ausgrenzung oder öffentlicher Distanzierung im Kontext von COVID-19 zwar verständlich, aber im Zusammenhang mit Indien mit den Kastenpraktiken, impliziert dies eine andere Bedeutung und wir befürchten, dass die Gefahr besteht, dass wir diese soziale Ausgrenzung in der Welt nach Corona gutheißen werden. Wir haben bereits begonnen, das Problem in unserem Kontext zu erkennen: die Bediensteten und Hausangestellten sind in dieser Situation nicht in unseren Häusern erlaubt aber sie werden immer noch aus der Ferne für niedere Arbeiten und durch Hintertüren beschäftigt. Dies bringt sicherlich die harten Realitäten der Kastenpraktiken im indischen Kontext zurück. Das Stigma und die psychosozialen Auswirkungen des Status einer Ausgestoßenen fügen dem gegenwärtigen Szenario ein Trauma hinzu. Daher befürchte ich, dass ein Land wie Indien nicht nur gegen die Corona-Virus-Pandemie, sondern gleichzeitig auch gegen eine wirtschaftliche und soziale Pandemie kämpfen muss.

Nochmals vielen Dank für Ihre Solidarität, die in Zeiten der Not zum Ausdruck gebracht wurde, lassen Sie die ELM wissen, dass Sie alle in unseren täglichen Gebeten in Erinnerung bleiben.

Mit Gebeten und besten Wünschen,
Rev. A. Joshuva Peter, United Evangelical Lutheran Churches in India & LWF National Comittee India

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Grüße aus der SALC (Indien), 30.3.2020, 15:27 Uhr

Ich grüße Sie von der Lutherischen Süd-Andhra-Kirche  im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus.

Es ist ziemlich erschütternd, den Verlust von Menschenleben weltweit durch die Pandemie COVID-19 zu sehen. Verlieren wir jedoch nicht die Hoffnung und gehen wir im Glauben voran. Als der Leib Christi lasst uns beten und der Bevölkerung auf jede erdenkliche Art und Weise helfen.

In Indien sind wir seit einigen Tagen in Ausgangssperre, und alle Gottesdienste werden abgesagt. Aber unsere Regierung hat uns erlaubt, mit 5 Mitgliedern der Kirche Gottesdienst zu feiern. Deshalb haben wir den letzten Sonntagsgottesdienst per Live-Stream übertragen und werden ihn bis auf weiteres fortführen bis andere Anweisungen der Regierung vorliegen.

Lasst uns weiterhin für die ganze Welt Fürbitte halten.

In Seinem Dienst,
Rt. Rev. E. Vijaya Bhaskar, Bishop South Andhra Lutheran Church (SALC)

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Grüße von ELM-Mitarbeiterin, 27.03.2020, 20:02 Uhr

Ich grüße Euch ganz persönlich und möchte Euch ganz persönlich in den Arm nehmen in diesen schweren Zeiten. Leider kann ich das physisch nicht, sondern nur symbolisch aus der Distanz. Seit sechs Tagen bin ich in Bochum unter Hausquarantäne. Das ELM in Hermannsburg hat mich aus ihrer Sorgepflicht für seine Mitarbeiter*innen zurückgerufen und mit dem letzten Linienflug via Amsterdam bin ich via Düsseldorf nach Bochum gekommen.

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Grüße des Bischofs der Ev.-luth. Tamilkirche (TELC), 24.03.2020, 15:12 Uhr

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
Ich grüße Sie im Namen unseres heilenden Gottes.

Ihrer Post entnehme ich, welche Bedingungen bei Ihnen aufgrund des COVID-19-Ausbruchs herrschen. Das ist sehr hilfreich für uns und die TELC versichert in Solidarität, Ihnen in dieser Zeit der Prüfung beizustehen und an Sie zu denken. In unseren wildesten Phantasien hätte sich keiner von uns ausmalen können, was gerade bei und um uns geschieht. Insbesondere um Sie, unsere Partner in Mission, bin ich besorgt, ihre Sicherheit und die Auswirkungen des Ausbrechens der Pandemie auf unser Leben in den kommenden Monaten und Jahren. Ich habe die TELC-Gemeinden persönlich angefragt speziell unsere Partner in Mission im Gebet zu unterstützen und  dem kommen sie gerne nach.

Wir sitzen alle im selben Boot, insofern unser Land auf die dritte Stufe zusteuert: Die indische Regierung hat an diesem Sonntag strenge Beschränkungen erlassen, einschließlich der Ausgangssperre, die noch weiter verlängert werden kann. Für ein Land mit 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern und einem suboptimalen Gesundheitssystem ist das Szenario sehr beängstigend und in Indien unvorstellbar. Wir haben unsere Gemeinden ermutigt, an die weniger privilegierten Menschen um sie herum zu denken und sie während der Tage der Ausgangssperre mit allen nur möglichen Mitteln zu unterstützen.

Wir brauchen großen Mut, um uns dieser einmaligen Krise zu stellen, wir tun das mit der Unterstützung unseres Herrn, des Allmächtigen. Wir beten für Ihre Sicherheit und die Ihrer Gemeinde und bitten Sie, auch an uns zu denken. Ich hoffe aufrichtig, dass wir diesen Moment bald überwinden und unsere Arbeit im geistlichen Amt wieder aufnehmen werden.

Möge Gott uns stärken und leiten.

Mit den besten Grüßen
Rt. Rev. D. Daniel Jeyaraj, Bischof/Präsident – Ev.-luth. Tamilkirche (TELC)

Text im englischen Original - English version

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Schließung Jungenheim Pandur (Indien), 24.03.2020, 7:16 Uhr

Vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich freue mich, dass Jonas (NB: deutscher ELM-Freiwilliger) sicher angekommen ist.

Wie Sie vielleicht überall in Tamil Nadu wissen, verschlechtert sich die Situation wegen des Virus.  Keine Bildungseinrichtungen, Colleges, Universitäten und Unternehmen sind in Betrieb, auch Busse, Autos, Taxis und Züge werden bis zum 31. März angehalten, auch die Kirchen, Moscheen, Tempel etc. sind geschlossen. Von unseren Heim sind alle in ihre Heimatorte gegangen, außer Martin (NB: der Hausmeister) und mir.  Auch wir bleiben nur aufgrund des Arbeitsdrucks, den die Regierung uns auferlegt, zurück.

Herzliche Grüße,
Raja Manohara Carunia, Manager TELC Boys Home, Pandur 

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Anruf aus der GSELC (Indien), 23.03.2020, 16:16 Uhr

Der Vizepräsident der GSELC, Rev. N. Daniel, hat uns in einem Telefonat mitgeteilt, dass in ganz Indien eine Ausgangssperre bis zum 31.3.2020 verhängt wurde. Die Kinder aus dem Heimen Vinayakapuram und Sarapaka wurden nach Hause geschickt. Alle Heime und Schulen werden sehr genau kontrolliert, ob die Bestimmungen der Regierung umgesetzt werden. Auch auf den Dörfern sieht man keine Menschen mehr in der Öffentlichkeit, alle sind in ihren Häusern und Hütten. Rev. Daniel geht davon aus, dass es eine weitere Ausgangssperre geben wird. Gottesdienste finden derzeit nicht statt und alle Gemeindeglieder sind angehalten, in ihren Familien zu beten.

Die GSELC-Mitglieder denken an ihre Freunde in Deutschland und beten für uns. 

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Theologische Ausbildung Indien: Examen verschoben

Der Senate of Serampore als Dachverband der Theologischen Hochschulen in Indien hat für die 19 angeschlossenen Colleges und Institutionen eine Verschiebung aller Examen festgelegt. Das betrifft auch die vier mit dem ELM verbundenen Hochschulen – das Andhra Christian Theological College in Hyderabad, das United Theological College in Bangalore, das Tamil Theological Seminary in Madurai sowie das Gurukul Lutheran Theological College and Research Institute in Chennai.
Die Examen, die eigentlich vom 24.3.-20.4.2020 stattfinden sollten, sind vorerst auf den 1.6. bis 20.6.2020 verschoben. 

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Grüße und Gebete aus Porayar (Indien), 23.03.2020

Ich grüße Sie im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Vielen Dank, dass Sie Ihre Fürsorge durch Gedanken und Gebete wegen des Corona-Virus mit uns teilen. Es ist sehr traurig, wenn man bedenkt, dass die ganze Welt unerträgliche Probleme durchmacht.

Gemäß der Verordnung des Schulbildungsbeauftragen von Chennai wurden alle staatlichen Schulen, staatlich geförderten Schulen und Privatschulen vom 17.03.2020 bis zum 31.03.2020 geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus vorzubeugen. Für die Sicherheit der Kinder der 10.,11. und 12. Klasse sind die Internate geöffnet, damit sie ihre staatliche Prüfung schreiben können. Die Prüfung der 10. Klassen wird auf den 15. April 2020 verschoben. Waisenkinder und hilfsbedürftige Kinder bleiben im Heim.  Es wurden Aufklärungsprogramme durchgeführt und Anweisungen an die Kinder gegeben, die zu Hause zu befolgen sind, sowie an die Kinder, die in den Heimen bleiben. Unsere Kinder erhalten besondere Betreuung und Aufmerksamkeit.

In Indien, insbesondere in Tamil Nadu, ergreift die Regierung ernsthafte Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus unter Kontrolle zu bringen. Wir kooperieren mit unserer Regierung, indem wir ihre Anweisungen befolgten, um aus dieser gesundheitlichen Krise herauszukommen. Möge der Herr mit uns und mit allen Nationen der Welt sein und uns vor dem tödlichen Corona-Virus schützen. Unsere Grüße und Gebete sind mit Ihnen, Ihrer Familie und den Mitarbeitern der ELM.

Mit Grüßen und Gebeten
Dr. I. Katharinal Punithavathy, Ph.D., Manager TELC Home for Children

Text im englischen Original - English version

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Informationen aus der UELCI, Indien 20.03.2020, 7:30 Uhr

Liebe Partnerkirchen und Partner*innen in Gottes Mission,

wir sind sehr beunruhigt über die Situation wegen des Ausbruchs der Pandemie COVID-19, die überall die Welt beherrscht.

In Indien sind Schulen und Hochschulen bis 31. März 2020 geschlossen. Der öffentliche Verkehr (inklusive der Bahnverbindungen) ist reduziert. In manchen Bundesstaaten haben die lokalen Regierungen die Ausgangssperre verhängt, die Menschen sind aufgefordert, sich nicht zu treffen – auch nicht zum Gottesdienst. Viele unserer Kirchen haben das Fasten und die Sonntagsgottesdienste und -Zusammenkünfte ausgesetzt. Wir hören mehr und mehr davon, dass auch in der ökumenischen Gemeinschaft Gottesdienste abgesagt werden. Menschen können die Kirche noch besuchen, nachdem sie ihre Hände mit den vorgeschriebenen Desinfektionsmitteln gereinigt haben; und es wird von ihnen erwartet, dass sie in Isolation beten. Und selbst davon wird inzwischen abgeraten. Die tägliche Ausgabe von Mahlzeiten an arme Kinder in den Schulen ist eingestellt worden. Das beeinträchtigt die armen Kinder sehr.

Als ein dicht besiedeltes Land mit einem Minimum an hygienischer Versorgung wird dieser Ausbruch der Pandemie zu ernsthaften Problemen im Land führen. Vor allem die Armen und Schwachen leiden wie immer am meisten. Viele haben ihren täglichen Lebensunterhalt verloren.

Wir sind in Kontakt mit den Mitgliedskirchen, um auf dem Laufenden zu bleiben, was diese Pandemie angeht. Einige Mitgliedskirchen haben die Gottesdienste, öffentliche Zusammenkünfte ausgesetzt und die Schließung der Geschäftsstellen verkündet, bis die Situation sich bessert.

Ebenso wie die Regierung den öffentlichen Verkehr eingeschränkt und strikt angewiesen hat, ins Homeoffice zu gehen, hat die UELCI alle Fach-Programme ausgesetzt, trotzdem kommen alle Mitarbeiter*innen auf dem und um das Universitätsgelände bis heute ins Büro. Weil die Situation sich verschlechtert, wird das Sekretariat der UELCI den Forderungen der Regierung Rechnung tragen und die Geschäftsstelle von heute (20.03.2020) bis 31.03.2020 schließen. Trotzdem sind wir online erreichbar.

Parallel dazu haben wir beschlossen, mit einer Gebetskette für COVID-19 weiterzumachen. Wir haben einen Gebetsplan für unsere Mitarbeitenden erstellt, mit dem wir heute begonnen haben. Wir planen jede und jeder, eine Stunde mit Gott im Gebet zu verbringen. Wir haben einen großen Glauben in unseren Herrn Jesus Christus, der uns und unseren Lieben Schutz und Heilung bringen kann in dieser Zeit von Angst und Krankheit. Wenn wir von gesundheitlichen Problemen, schlechten Nachrichten oder Beziehungskrisen überschwemmt werden, ist die Welt Gottes unser einziger Schutz und unsere Zuflucht, so sehen wir auf Gott  und beten um Hilfe für die Heilung der Länder dieser Welt.  

„Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm.“ Jeremia 17, 14

Lasst uns einander im Gebet tragen!

Rev. A. Joshuva Peter; Executive Secretary
United Evangelical Lutheran Churches in India & LWF National Comittee India

Text im englischen Original - English version

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