Basisdaten Äthiopien

Fläche: 1.127.127 km²
Bevölkerung: ca. 85 Millionen
Volksgruppen: ca. 80 verschiedene Völker (Hauptgruppen: Semiten, Kuschiten, nilo-saharinische und omotische Völker): Oromo 32,1; Amhara 30,2; Tigray 6,2;Somali 6; Gurage 4,3; Sidama 3,4 (statistische Angaben variieren!)
Amtssprache: Amharisch, Englisch (Verkehrssprache), daneben 70 gleichrangige Regionalsprachen u.a. Afaan Oromo, Tigrinya, Somali
Hauptstadt: Addis Abeba
Staatsform: Föderale Republik
Politische Führung: Premierminister: Dr. Abiy Ahmed Ali, Staatsoberhaupt: Dr. Mulatu Teshome Wirtu
Unabhängigkeit: Äthiopien war nie kolonialisiert, Besetzung durch das faschistische Italien
Quelle: Auswärtiges Amt, Stand 1.1.2019

Urbanisierung: 2018 lebten 20.8 Prozent der äthiopischen Bevölkerung in Städten, mit einer jährlichen Zuwachsrate von 4.63 Prozent. (Quellen: CIA Factbook 2015 est.)

Wirtschaft

Äthiopien ist mit einem Pro-Kopf-Einkommen von etwa 380 USD (2010 Auswärtiges Amt) eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt unter der absoluten Armutsgrenze. Dürreperioden, rasches Bevölkerungswachstum etc. und die daraus resultierenden Folgen für die Umwelt belasten das Land. Äthiopien bleibt von den Leistungen internationaler Geber abhängig.

Die Wirtschaftslage war 2007 durch ein Wirtschaftswachstum von 11 %, einer  Inflation von ca. 17 % und einem hohen Handelsbilanzdefizit von 3.592 Mio. USD (2005/ 2006) gekennzeichnet. Der Staatshaushalt ist defizitär und wird durch externe und Binnenverschuldung zur Deckung gebracht.

Die Regierung strebt z. T. eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung an (z. B. Freigabe der Preise, Zulassung von Privatunternehmen, z. B. auch im Banken- und Versicherungssektor), übt jedoch weiterhin durch staatliche Monopolunternehmen (u. a. Luftverkehr, Telekommunikation, Energieversorgung) Kontrolle aus.

 

Gesellschaftliche Herausforderungen

Neben der Bekämpfung der Armut und den damit verbundenen Zielen zur Erreichung der UN-Millennium-Entwicklungsziele, stellen die immer wieder aufbrechenden, wenn auch regional begrenzten ethnischen Konflikte eine große Herausforderung dar. Die wachsende Verstädterung verschärft die sozialen Probleme.

Frauen werden nach wie vor benachteiligt, indem z.B. ihre Bildungsmöglichkeiten eingeschränkt sind und die meisten Frauen auf gesellschaftliche Entscheidungsprozesse nur wenig Einfluss nehmen können. Weiterhin sind demokratie-fördernde Prozesse zu unterstützen und der Kampf gegen HIV/AIDS zu intensivieren.

 

Religionen

Es gibt keine verlässlichen Zahlen. Gegenwärtig dürften ca. 40-45 % der Bevölkerung der Äthiopischen Orthodoxen Tewahedo Kirche (EOC), 40 % dem Islam, 15 % evangelischen Kirchen angehören. Spannungen bestehen zwischen der EOC und den evangelischen Kirchen sowie zwischen den evangelischen Kirchen aufgrund des wachsenden Einflusses unterschiedlicher Pfingstkirchen.

 

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