Auslandseinsatz: Ganz ohne Risiko geht es nicht

Wir entsenden Mitarbeitende für diakonische und theologische Aufgaben in unsere Partnerkirchen, mit denen wir seit Jahrzehnten verbunden sind. Die jeweiligen Aufgaben in den Kirchen werden in Absprache mit unseren Partnern entwickelt, denn wir sind – um nachhaltig arbeiten zu können – auf die Begleitung und Unterstützung vor Ort angewiesen.

Wir beraten uns mit den Partnerkirchen und auch anderen Vertretern internationaler Organisationen, wenn die Verhältnisse in einem Land politisch unsicher oder schwierig werden, ob ein Dienst begonnen werden kann oder fortgesetzt wird. Der Rückzug von Mitarbeitenden aufgrund unsicherer Umstände ist für unsere Partner und uns eine sehr große Bewährungsprobe, die oftmals in langen Jahren gemeinsam Erreichtes infrage stellen kann.

Gerade in schwierigsten Umständen müssen wir uns fragen lassen, wie weit unsere Solidarität mit den Geschwistern geht. Dennoch: Wir haben uns in der Vergangenheit entschieden, unsere Mitarbeitenden aus Gebieten, die von Bürgerkriegen und großer politischer Instabilität geprägt waren, zurückzurufen. Für unsere Freiwilligen und Praktikanten sehen wir uns in besonderer  Weise verantwortlich. Sie sind für eine kurze Zeit im Auftrag unseres Missionswerks in den Partnerkirchen eingesetzt. Gefährliche Situationen erleben sie oft genug an ihren Einsatzorten, da in vielen Ländern dieser Welt die Begegnung mit alltäglicher Gewalt zum Alltagsleben leider dazugehört.

Wir können unsere Freiwilligen mit Rat und Tat auf diese Form der Bedrohung vorbereiten und dafür „Schutzmechanismen“ entwickeln. Wir entsenden sie jedoch nicht in ein Krisengebiet, auf das sie weder eine spezielle Fachausbildung vorbereitet noch durch weitere Unterstützung in Extremsituationen begleitet werden können und so – wenn auch im Auftrag für das Reich Gottes – schnell in Gefahr für Leib und Seele geraten. Wir haben eine sehr große Verantwortung für alle unsere Mitarbeitenden und in besonderer Weise für unsere jungen Menschen und möchten, dass sie ihren Dienst im Ausland als eine für ihren Glauben und ihr weiteres Leben bereichernde interkulturelle Erfahrung in Erinnerung behalten und nicht traumatisiert nach Hause zurückkehren müssen.

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