Zweigleisiges Missionsfest erfolgreich

Mit 250.000 Besuchern des Niedersachsentages in Celle und ca. 500 Missionsfreunden in Hermannsburg kann das Missionsfest 2010 des Ev.-luth. Missionswerkes in Niedersachsen (ELM) als besonders erfolgreich gewertet werden.

Mit gleich drei Programmen stellte sich das ELM auf dem Niedersachsentag vor:

  • Zusammen mit dem Celler Krankenhaus gab es Einblicke in die vom ELM geförderte medizinische Arbeit in der Zentralafrikani- schen Republik. Das ELM hat die Ärztin Christa von Oertzen in das Land am Äquator entsandt.
  • Die Fußballweltmeisterschaft ist der „Aufhänger“ für die Kampagne „Club der guten Hoffnung“. Zusammen mit drei weiteren Missionswerken sensibilisiert das ELM in dieser Kampagne bundesweit über Gewalt und die Lebensumstände vieler Jugendlicher in Südafrika. Auf dem Tag der Niedersachsen richtete das ELM nicht nur einen Stand zu diesem Thema aus, sondern gestaltete auch weitgehend das Programm auf einer der neun Bühnen in der Celler Innenstadt, zum Beispiel mit Aufführungen der deutsch-südafrikanischen Musikgruppe „Dube“, die eindrücklich und mitreißend das Thema des Clubs ins Bild setzte sowie mit einem Auftritt des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, als Schirmherr der Kampagne.
  • Als drittes fand das Freiwilligenprogramm des ELM „Seitenwechsel“ nicht nur bei jüngeren Besuchern viel Interesse. Seit 28 Jahren entsendet das ELM für ein Jahr junge Menschen zu einem einjährigen Dienst in Partnerkirchen und Einrichtungen rund um den Globus.

Thematisch bildete das Freiwilligenprogramm auch die Klammer zum traditionellen Missionsfest in Hermannsburg. 34 junge Männer und Frauen wurden hier am gleichen Wochenende in einem feierlichen Sendungsgottesdienst zu einjährigen Diensten in Lateinamerika, Afrika oder Indien ausgesandt.

Die gut 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Hermannsburg, unter ihnen viele langjährige Förderer und Freunde, ehemalige Mitarbeitende und eine Delegation aus der Frauenarbeit der äthiopischen Partnerkirche des ELM, stellten gleichsam das „betende und tragende Hinterland der missionarisch aktiven Truppe in Celle“ dar, wie es ein ELM-Mitarbeiter formulierte.

In Hermannsburg beschäftigte man sich unter dem Thema „Christus heute bezeugen“ in Bibelarbeit, Arbeitsgruppen und Gesprächen schwerpunktmäßig mit dem „Zeugnis im entkirchlichten Raum“. Mutmachende Worte fand hier besonders Altbischof Axel Noak, der angesichts der sinkenden Zuschüsse und zunehmenden Sparzwänge des ELM in seiner Bibelarbeit eindringlich dazu aufforderte, sich nicht auf den Mangel zu konzentrieren sondern auf den Reichtum den man dennoch habe und damit mutig Neues zu wagen.

Mutig Neues gewagt hatte das ELM mit dem Versuch, zwei große Veranstaltungen gleichzeitig durchzuführen. Die vielen Gespräche an den drei Ständen der Mission in Celle, in denen Menschen immer wieder sagten, dass sie „eigentlich mit Kirche nichts mehr am Hut“ hätten, die Projekte des ELM aber trotzdem interessant fänden, machten deutlich, dass ein Missionswerk immer im Spagat zwischen „entkirchlichtem Raum“ und frommer Tradition steht – und dass dieser Spagat eine spannungsreiche aber wichtige Position ist.                                                                                                            red

Bilder vom Missionsfest 2010

Bilder vom Tag der Niedersachsen

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