Eigene Wege entdecken und in regionale Gemeinschaft lutherischer Kirchen einladen
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Viele Jahre waren die Kirchen in Angola und Mosambik isoliert. Auf Bitten der Gemeinschaft Lutherischer Kirchen im Südlichen Afrika (LUCSA) hat das Missionswerk Pastor Gunnar Bösemann entsandt, um sowohl Sprachbarrieren zu überwinden als auch Zugang zu Lösungsansätzen brennender Themen zu eröffnen. Aids, Menschenrechte oder Fragen sozialer Gerechtigkeit sind akute Probleme, die Kirchen gemeinsam angehen wollen.
In den letzten zwei Jahren konnte Bösemann mit anderen Kollegen aus der Region bereits weitere Pastoren ausbilden und so dazu beitragen, dass statt 3 nun bereits 10 Pastoren in der lutherischen Kirche in Mosambik arbeiten – einem Land, viermal so groß wie Deutschland mit rund 30.000 lutherischen Christen. Einheimische Kräfte sollen befähigt werden, die Kirche zu leiten und auch den missionarischen Aufbruch im Norden des Landes zu begleiten.
„Die meisten unserer Gemeindeglieder sind als Erwachsene getauft, sie kommen in großen Scharen. Ich weiß nicht, wie ich ihnen vom christlichen Glauben erzählen kann, damit sie ihn verstehen. Viele können nicht gut lesen, daher reicht es nicht, ihnen nicht einfach die Bibel oder ein anderes Buch geben. Wir müssen uns Zeit für sie nehmen. Da ich so viele Gemeinden habe, kann ich nicht alle so gut versorgen, wie ich gerne würde.
Ich möchte die Kirchenvorsteher dazu befähigen, in den Gemeinden und Außenstationen über den Glauben zu reden. Dafür rufe ich sie zu Kursen zusammen. Die Dinge, die ich in meiner Ausbildung bei der Kirche gelernt habe, kann ich dort weitergeben. Das hilft mir sehr.“
Pastorin Elisa versorgt 38 kleine lutherische Gemeinden im Norden Mosambiks in der Provinz Nampula. Sie hat nur für 6 Jahre die Schule besucht, dann musste sie auf den Feldern mitarbeiten, damit die Familie überleben konnte. Später nahm sie am theologischen Ausbildungs- und Fortbildungsprogramm der Kirche teil.
Dabei gilt es, die eigene Identität zu entdecken und eigene Wege zu finden. Welche Elemente einer aufwändigen, pompösen Liturgie mit Pastoren in prunkvollen Gewändern aus dem Nachbarland Zimbabwe oder nüchternen, wortbezogenen Gottesdiensten aus dem ebenfalls portugiesischsprachigen Brasilien geben dem eigenen Glauben Ausdruck? Wie kann sowohl afrikanische Vitalität als auch die Botschaft des dem einfachen, „kleinen Mann“ zugewandten Gottes eigene Traditionen formen.
Missionar Bösemann begleitet die Kirchen in Mosambik und Angola auf diesem Weg. Helfen Sie durch Ihre Spende, seine Arbeit möglich zu machen!
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