Sibirien: Mutig neue Wege gehen - Gemeindeaufbau in Abakan

Vera hat ihren Glauben trotz jahrzehntelanger kommunistischer Herrschaft nicht fallen gelassen. Auch die plötzliche Deportation 1941, von der Wolga weg nach Sibirien und das so mühsame Arbeiten dort im Wald konnten daran nichts rütteln. Doch schwer ist es: Sie hat keinen Menschen mehr, der ihr nahe steht.
Im Herbst bat Vera nach einer Andacht im Altenheim: „Ich möchte so gerne wieder mal einen Gottesdienst besuchen – nehmt mich mit!"

Nach dem Gottesdienst erfährt Vera beim Teetrinken von ihrer Tischnachbarin, dass in dieser Gemeinde eine Frau mit dem gleichen Nachnamen sei. Sie kommen ins Gespräch und entdecken: Ihre Väter waren Brüder, und Vera hat mit dieser Ludmila bereits als Kind in der selben Straße gewohnt und gespielt. „Gott hat uns zusammengeführt“, liegen sie sich mit Tränen in den Armen, „nach so vielen Jahren des Alleinseins!"

Ihre Spende ist nötig, damit Pastor Stefan Wagener in Abakan arbeiten kann, um Menschen in den kleinen Gemeinden zu befähigen, künftig auch ohne Hauptamtliche als Gemeinde ihren Glauben im Alltag zu leben.

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