Indonesien: Was glaubst du? Minderheit in islamischer Umgebung

Eine eigenartige Sprachlosigkeit befällt nicht selten Deutschsprachige, die im islamischen Indonesien nach ihrem Glauben befragt werden. Viel stärker als in Deutschland ist der ganze Alltag selbstverständlich religiös geprägt. Dass es tatsächlich möglich ist, ohne viele komplizierte Worte deutlich zu machen, was Christen glauben, zeigen wiederum indonesische Christen, die hier als Minderheit ihren Glauben leben.
Dass christlicher Glaube auch etwas mit ihrem Lebensalltag zu tun hat, entdecken viele Menschen aus dem Westen erst wieder in der Begegnung mit solchen Einheimischen, die trotz äußerer Bedrängnis am christlichen Glauben festhalten - und das nicht nur verbal.

Da ist zum Beispiel jener deutsche Manager, der sich vor dem Geschäftsessen mit führenden indonesischen Wirtschaftsexperten über eine gewisse Zurückhaltung wundert und dann zu seinem Erstaunen erfährt: "Ja, der Christ da hinten spricht gerade noch sein Tischgebet!"

"Dass solche Begegnungen zwischen den Kulturen und Religionen in Indonesien nicht zum Trauma werden, sondern auch Menschen aus dem Westen dabei die Kraft und Lebensfreude ihres christlichen Glaubens wiederentdecken, macht den besonderen missionarischen Reiz unserer Arbeit hier aus", freut sich Pastor Timo Garthe.
Er wurde von der EKD und dem Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) nach Indonesien entsandt, um besonders für Deutschsprachige zwischen den Kulturen und Religionen Übersetzungs- und Verständigungsarbeit zu leisten - sowohl in der Trauer bei Beerdigungen als auch in Freude bei Hochzeiten.


Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass Pastor Timo Garthe "da" ist und "übersetzen" kann - für Menschen in Jakarta!

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