Besuch von Ministerpräsident Mc Allister
Großer Besuch im Sozialprojekt "Salz der Erde" in Sao Paulo: Am 3. Oktober 2011 besuchte der niedersächsische Ministerpräsident Mc Allister mit einer Delegation von rund 70 Wirtschafts-, Wissenschafts- und Pressevertretern das vom ELM durch die Entsendung von Pastor Matthias Tolsdorf unterstützte Projekt.
Nach der Vorstellung der Arbeit der Paramentenwerkstatt Campo Grande in der Christuskapelle erlebte Mc Allister zwei Kurse des Sozialprojekts: Im Informatikunterricht lernen junge Menschen den Umgang mit Computern, um damit bessere Berufsperspektiven zu bekommen. Mc Allister fragte eines der Mädchen nach ihrem Berufswunsch: Selbstbewusst antwortete diese: „Präsidentin!“. Der Ministerpräsident darauf spontan: „Es ist mir eine große Ehre, die künftige Präsidentin Brasiliens kennen zu lernen. Und ich freue mich, nicht mehr der einzige Politiker in dieser Delegation zu sein, sondern Verstärkung zu bekommen.“
Damit hatte der Ministerpräsident zugleich überzeugend erlebt, wie eines der Ziele der Arbeit des Sozialprojekts erreicht wird: Das Selbstwertgefühl von Menschen soll gestärkt werden! Die kommen zumeist aus Wohnvierteln, in denen die Fähigkeit, Ziele aus eigener Kraft zu erreichen, kaum gefördert und entwickelt wird. Die Arbeit der Lehrkräfte von „Salz der Erde“ erreicht aber genau diese Ermutigung.
So übergaben die Schüler noch zwei Geschenke: Ein Plakat, auf dem die Kinder die Verbindung zwischen Niedersachsen und Brasilien dargestellt haben sowie eine kaputte Computermaus, die zum Maikäfer umgestaltet worden ist. Letzteres als Ergebnis des Unterrichts zu Recycling und Verwertung scheinbar nutzloser Dinge, die dennoch gestaltet werden und so neue Verwendung als schöne Dekoration erhalten.
Mit dem Sozialprojekt zeigt die Gemeinde, wie sie ihre christliche Verantwortung wahrnehmen will. Im Umkreis der Kirchengemeinde liegen drei Favelas – und somit sind die Angebote für Menschen aus diesen Wohngebieten hilfreiche Angebote.
Die Bedeutung dieser Arbeit zeigt sich auch im Haushalt: Das Haushaltsvolumen des Sozialprojekts ist dreimal so hoch wie das der Gemeinde!
In der Alphabetisierungsklasse setzte sich der Ministerpräsident mitten zwischen die Lernenden. Diese fühlten sich sehr geehrt – er sitzt mitten unter uns! Gerne hörten sie auch die Glückwünsche für ihre Bemühung, Lesen und Schreiben zu lernen. Gerne entzifferten sie den Satz, den McAllister ihnen mit dem Hinweis auf die WM 2014 an die Tafel schrieb: „Gol para Brasil“ – „Tor für Brasilien“.
Nicht nur die Mitarbeitenden waren beeindruckt, auch die beteiligten Kinder und Erwachsenen aus den Kursen des Sozialprojekts fühlten sich in ihren Bemühungen aufgewertet und geschmeichelt, durch den hohen Besuch. Und auch die Nachbarschaft stellte fest, dass da etwas Wichtiges in ihrer Umgebung passiert, wenn so viele Gäste kommen.
(Fotos: Marilene)
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