Äthiopien: Wasser - das weiße Gold
Ein junger Mann kommt, damit wir vor dem Essen unsere Hände waschen. Normalerweise haben Äthiopier eine kleine Plastikkanne und eine Schüssel zum Auffangen des Wassers. Hier in Suro aber hat der Mann eine Plastikflasche, in der unten ein winziges Loch ist, aus dem in regelmäßigen Abständen Wasserstrahlen spritzen. Auf meine überraschte Frage antwortet er: "Wir müssen das Wasser noch dosierter einsetzen, damit wir nicht zu viel verschwenden!" Trinkwasser ist hier das weiße Gold!
Das Wasserprojekt "WASUPA" will Linderung für rund 5.000 Menschen um Suro und Arba schaffen: Regenwasser soll in Tanks kontrolliert gespeichert werden. Es kann gegen einen von der Dorfgemeinschaft festgelegten Wassertarif entnommen werden.
Der vorhandene Tümpel soll renoviert und getrennte Bereiche für Vieh und Menschen geschaffen werden.
Vor allem sollen Wege gesucht werden, wie Hygiene und die Nutzung sanitärer Anlagen verbessert werden. Wenn man das Wasser z. B. durch ein weißes T-Shirt filtern würde, könnten über 80% der Bakterien bereits entsorgt werden.
Doch es gibt effektivere Methoden, die auch nachhaltiger sind. Ein Team hilft und entwickelt anschauliches Lehrmaterial. Ein Berater aus Deutschland, ELM-Mitarbeiter Jens Steuernagel, begleitet das Projekt seit August 2008. Eine seiner Hauptaufgaben ist es, die Haushalte so intensiv wie möglich zu begleiten, damit diese selbst die Probleme bewältigen – Hilfe zur Selbsthilfe, gegen Fatalismus und Entwürdigung.
Helfen Sie durch Ihre Spende, die Wasserversorgung für die Menschen in Südäthiopien zu verbessern.
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Spendenaufruf der Direktorin des ELM



