Äthiopien: Wer genug glaubt, wird geheilt ...
Missionar Thomas Haase lebt im westäthiopischen Gimbi. Er soll dort besonders Ehrenamtliche fortbilden, um den großen Mangel an Pastorinnen und Pastoren auszugleichen. Für die Begleitung von Menschen in den Gemeinden ist solide Ausbildung nötig, die für die schnell wachsende Kirche viel zu wenig geleistet werden konnte.
So haben zum Beispiel Wunderheiler großen Zulauf. Haase erzählt von einem Blinden, der hoffnungsvoll den predigten lauschte: Als ich ihn am Montagmorgen treffe, sehe ich große Enttäuschung in seinem Gesicht: „Jeden Tag bin ich von morgens früh bis abends spät bei der Veranstaltung gewesen! Meinst du, dass ich nicht genug Glauben habe und deshalb nicht geheilt wurde?“ Wir unterhalten uns sehr lange. Schließlich glaubt Qana’aa, dass Gott ihn nicht vergessen hat: „Du hast recht, Gott hat mir meine Familie als Hilfe gegeben und meine Arbeit. Auch wenn ich vielleicht nicht hier auf Erden geheilt werden kann, so hoffe ich fest, dass wir uns im Himmel in die Augen sehen können.“
Zu weiteren Aufgaben von Haase gehört die Betreuung von Gefangenen im großen Gefängnis von Gimbi.
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