Spendenstand

Spendenstand per 09.12.2011: 100.843,58 Euro

Mit Spenden hat das ELM eine Hilfsaktion der äthiopischen Vertretung des Lutherischen Weltbunds im südäthiopischen Dolo Odo unterstützt und ist mit der äthiopischen Partnerkirche Mekane Yesus im Gespräch über weitere Hilfen. 

Was wir tun - Erste Informationen zum vom ELM geförderten Projekt finden Sie unten auf dieser Seite

 

Update des Lutherischen Weltbunds in Äthiopien vom 16. September

- Die Situation in Somalia wird zunehmend schwieriger. Es wird mit der schlechtesten Ernte der letzten 17 Jahre gerechnet.

- Inzwischen leben gut 120.000 Menschen in den vier Lagern um Dolo Odo.

- Nachdem Anfang des Monats täglich etwa 100 neue Flüchtlinge ankamen, sind es am 7. und 8. wieder 500 Somali pro Tag gewesen. Wenn die Zahl weiter bei 200 bis 300 Flüchtlingen pro Tag bleibt, wird das vierte Lager Hilaweyn in wenigen Tagen gefüllt sein. Der Bau eines fünften Lagers in Buramino wird daher bereits vorbereitet.

- Mit 20 Litern pro Tag und Person konnte im Auffang- und Übergangslager allen Flüchtlingen ausreichend Wasser zur Verfügung gestellt. Die vorhandenen Pumpen reichen aus; daher konnten die Wassertransporte mit LKW eingestellt werden.

- Die Verlegung von Flüchtlingen nach Hilaweyn wird genutzt, um das Auffang- und Übergangslager zu überholen, besonders Toiletten, Duschen defekte Wasserhähne sowie beschädigte Zelte.

- Dank der Hygienebemühungen und -schulungen konnte bisher ein Ausbruch von Cholera in den Lagern von Dolo Odo vermieden werden.

 

Weiterer Bericht aus Äthiopien

Ende August und Anfang September erreichten uns weitere Berichte zur Situation der Flüchtlinge in Dolo Odo (Foto: Flüchtlinge im Verteillager Dolo Odo am 25.08.11; LWB-Äthiopien):

„Gegenwärtig sind 200 Flüchtlinge im Aufnahmelager von Dolo Odo. Dort findet eine Vorregistrierung statt, bevor sie dann nach ein oder zwei Tagen in das 7,7 Kilometer entfernte Verteillager gebracht werden, wo sie dann einem der permanenten Lager zugeteilt werden. In dem Verteillager sind noch 7.000 Flüchtlinge, die nach und nach in das 40 Kilometer entfernte neue Hilaweyn-Lager verlegt werden. Die vorhandene Wasserversorgung wurde verbessert: Neben Steigerung der Förderung von 18.000 auf 40.000 Liter pro Tag wurde auch die Tankkapazität von 25.000 auf 40.000 Liter erhöht. Außerdem werden drei Brunnen gebohrt, die noch eingefasst werden müssen. Mit der sinkenden Zahl von neuen Flüchtlingen konnte so auch die Zahl der LKW-Wasser-Transporte von vier auf einen LKW täglich reduziert werden. Dennoch stehen für die ankommenden Flüchtlinge nun 25 Liter pro Tag und Person zur Verfügung. Zur Verbesserung der Hygiene wurden 2.500 Seifenstücke verteilt und Hilfen zur Reinigung der Wassergefäße usw. gegeben." Den englischen Original-Bericht vom 26.08.2011 finden Sie hier.

Am 2. September wird von einer weiteren Entspannung der Situation in den Flüchtlingslagern berichtet, auch wenn die Lage in Somalia unsicher bleibt. Die Zahl der Flüchtlinge im Verteillager ist weiter auf nun 4.500 gesunken. Das erste Bohrloch zur Wasserversorgung ist fertig.
Das Flüchtlingshilfswerk hat den Lutherischen Weltbund in Äthiopien angefragt, doch ebenfalls die Wasserversorgung im Lager Hilaweyn zu übernehmen.
Die Bedarfspläne werden derzeit überarbeitet, da die Kosten der verschiedenen Hilfsmaßnahmen bisher bei weitem nicht gedeckt worden sind und außerdem davon ausgegangen wird, dass die Hilfe über den bisher geplanten Zeitraum von drei Monaten hinaus notwendig sein wird.

 

Gebet

Ach Gott, du Quelle des Lebens,
sieh doch in die Augen der hungernden Kinder am Horn von Afrika.
Sie haben keine Tränen mehr.

Ach Gott, sieh doch die Verzweiflung der Mütter.
Sie haben keine Kraft mehr zum Klagen.
So höre unsere Klage.
Erbarme dich, nimm dich der Hungernden in Ostafrika an.
Rette sie: Gib ihnen Nahrung.
Beschütze sie auf ihrer Flucht vor der Dürre.
Geleite sie.
Lass sie zu Kräften kommen.

Halte deine Hände über den Flüchtlingslagern.
Hilf den Helfern.
Falle denen in den Arm, die Kriege gegen die Hungernden führen oder aus der Not der Hungernden Profit schlagen.
Stärke die Kirchen in Ostafrika.

Ach Gott, du Quelle des Friedens, wir sehen die Bilder von den hungernden Kindern.
Wir möchten helfen und sind doch hilflos.
Wir möchten Gerechtigkeit für die Armen und sind doch unfähig, umzukehren.

Sei mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig,
damit die Hungernden satt werden,
die Hilfe Erfolg hat,
die Mächtigen weise werden,
damit wir umkehren,
und die Menschen am Horn von Afrika eine friedliche Zukunft haben.

Amen.

(mit freundlicher Genehmigung der Vereinigten Ev.-Luth. Kirche Deutschlands (www.velkd.de))

Berichte des Flüchtlingshilfswerks UNHCR und anderer über Dolo Ado

Einige Links und Berichte haben wir hier für Sie zusammengestellt.

 

Besuch im Flüchtlingslager

Auszüge aus Kurzbericht von einem Besuch von Dr. Lemma Degefa (Äthiopische Vertretung des Lutherischen Weltbunds) in den Flüchtlingslagern in Dollo Odo vom 27. Juli finden Sie hier.

 

Äthiopien: Hilfe für Dürreopfer

„Die Rinder sind tot, morgen sind wir dran!“, schildert ein Helfer die bittere Reaktion einiger von der Dürre Betroffener. 2.000 Flüchtlinge treffen täglich allein im Dolo Odo-Flüchtlingslager in Südäthiopien ein. Die UNO stellte fest, dass die Gegend von der schwersten Dürre seit 60 Jahren heimgesucht wird. Rund 10 Millionen Menschen in Ostafrika sind betroffen.
Besonders in Somalia kommt zur Dürre der lange Bürgerkrieg hinzu. Darum fliehen Menschen über die Grenze in das äthiopische Dolo Odo und hoffen auf Hilfe.

Das dortige Lager wird vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen betreut. Diese haben die äthiopische Vertretung des Lutherischen Weltbunds um Hilfe gebeten, die Wasserversorgung und ausreichend sanitäre Anlagen zur Verfügung zu stellen.

Das ELM hat einen Beitrag von 75.000 Euro zu den insgesamt erbetenen 489.000 Euro in Aussicht gestellt. Davon werden 10.000 Menschen im Auffanglager für drei Monate mit Lastwagen Trinkwasser erhalten und außerdem eine permanente Trinkwasserversorgung für 20.000 Menschen aufgebaut werden. Daneben werden gut 300 Latrinen gebaut, da die vorhandenen 30 völlig unzureichend sind. Bessere hygienische Bedingungen sorgen für bessere Gesundheit der ohnehin durch die Flucht gestressten Menschen.

Helfen Sie durch Ihre Spende, das Überleben und die Versorgung von Flüchtlingen in Südäthiopien zu ermöglichen.

Jetzt spenden (Stichwort: Hungerhilfe Äthiopien)

Weitere Informationen finden Sie hier in einem Handzettel zum Download.

(Fotos: John Davison/LWB-Kenia).


 

 

Wenn Sie lieber überweisen wollen:

Spendenkonto 91 91 91
bei der Sparkasse Celle (BLZ 257 500 01)

IBAN: DE54 2575 0001 0000 9191 91
BIC: NOLADE21CEL

 

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