Äthiopien: Damit das Lachen bleibt - Aufklärung gegen Genitalverstümmelung

Beim Besuch im Haus einer Angestellten bemerkte Fu-Lan Ritter-Chen im Nebenraum die mittleren Töchter, 13 und 14 Jahre alt. Die beiden Mädchen lagen mit abgewandtem Gesicht und nur mit einem leichten Laken bedeckt auf dem Boden.
"Sind die beiden krank?" fragte sie besorgt. Ein verlegenes Nein - erst eine abtrennende Handbewegung am Unterkörper deutete an, was geschehen war.

Ritter-Chen sprach mit dem Gemeindepastor: Ein Großteil der Hadiyya-Mütter lassen zu, dass bei ihren Mädchen die Genitalien verstümmelt werden; eine gefährliche Tortur für Körper und Seele mit Folgen für das ganze Leben. Der Gemeindepastor, auch Berater der Frauenarbeit im Kirchenbezirk, ermutigte zu Treffen mit den leitenden Frauen. Diese Frauen baten sie, auch mit ihren Töchtern zu reden. An einer Puppe zeigt Ritter-Chen, dass jedes Körperteil von Gott gewollt ist und nicht ohne tiefgehende Beeinträchtigung des Wohlbefindens entfernt werden kann.

Eine vierteilige Reihe mit zunächst 50 Mädchen endete mit 200. Diese Treffen hat sie in drei weiteren Orten mit jeweils 200 und mehr Mädchen wiederholt.
Das ELM hat Familie Ritter zur Mitarbeit in die äthiopische Südzentral-Synode entsandt, um den Glauben im Alltag zu leben und darum die Unversehrtheit und Würde von Mädchen zu schützen. Dazu erstellt Stefan Ritter notwendiges Material - gemeinsam mit seiner Frau.

Helfen Sie durch Ihre Spende, Bewusstsein zu schaffen, damit Mädchen von lebenslangem Leiden verschont bleiben und ihr Lachen bleibt.

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