Wahlen in der Zentralafrikanischen Republik wieder verschoben
Die Präsidenten- und Parlamentswahlen in der Zentalafrikanischen Republik, die am kommenden Sonntag abgehalten werden sollten, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Das Parlament in Bangui beschloss am Montagabend, die Amtszeit von Präsident General François Bozizé, dessen Mandat am 11. Juni 2010 regulär enden würde, zu verlängern. Die Wahlkommission hatte finanzielle Schwierigkeiten geltend gemacht.
Neue Kirchenleitung in der Zentralafrikanischen Republik
Die 20. Synode der Eglise Evangélique Luthérienne en République Centrafricaine (EELRCA) fand vom 6. - 11. April in Bossabina II, im Norden des Landes, statt. Sie endete am Sonntagmittag mit einem vierstündigen Festgottesdienst, in dem elf neue Pastoren ordiniert wurden.
Am Tag zuvor war Präsident André Golike für weitere vier Jahre im Amt bestätigt worden. Er war der einzige Kandidat für das höchste Kirchenamt. Außerdem wurden der Vize-Präsident, Pastor Jean-Barthelemy Gbami, der Treasurer, Herr Jean-Marc Abbo, und Mitglieder des Zentralkomitees neu gewählt, in dem zum ersten Mal auch eine Frau vertreten ist:
- Frau Albertine Boytene
- Herr Enoch Goulie
- Herr Rubens Massa
- Herr Placide Ngaiwan
- Herr Mathias Votoko
- Herr Augustin Yaki
Vom ELM nahmen Herr Christoph Schneider-Yattara, Referent für Äthiopien und frankophones Afrika, und Frau Christa von Oertzen, Missionsärztin am Krankenhaus in Baboua, an der Synode teil. Die Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) war als weiterer Partner mit einer Delegation vertreten.
Wir bitten die Gemeinden unserer Trägerkirchen sowie unsere Freundeskreise und Partnergruppen, die neue Kirchenleitung der EELRCA durch ihre Gebete und in ihrer vielfältigen Zusammenarbeit mit dem ELM zu unterstützen.
Überfall auf katholische Missionsstation
Die Lord-Resistence-Army ist weiterhin in Zentralafrika ca. 180 km östlich von Bangassou aktiv. Im Dorf Rafai im Südosten der ZAR wurde eine katholische Missionsstation von etwa acht bewaffneten Männern überfallen. Zu der Zeit waren nur zwei französische Freiwillige auf der Station, weil Priester und Schwestern verreist waren.
Die Bewaffneten sprachen nur Englisch und eine dort unbekannte Sprache, so dass kein Einwohner des Dorfes den Anweisungen der Männer folgen konnte. Daraufhin wurden die Männer aggressiv und wütend. Die französischen Freiwilligen verstanden die englischen Kommandos und wurden glimpflicher behandelt. Alle Wertsachen wurden gestohlen und im Haus etliches zertrümmert.
Mehrere Einwohner des Dorfes wurden gezwungen, als Träger mit zu gehen. Nach ca. 40 Minuten traf das zentralafrikanische Militär ein, vertrieb die bewaffneten Rebellen und nahm sofort die Verfolgung auf. Die Freiwilligen und die Bewohner des Dorfes wurden sehr gut behandelt und bekamen Hilfe.
Präsident Bozize hat dem ugandischen Militär erlaubt, auch auf zentralafrikanischem Staatsgebiet die Rebellen zu verfolgen. Für die lokale Bevölkerung ist das schwierig, denn sie erleben weitere Bewaffnete, deren Sprache sie nicht verstehen. Anscheinend nehmen diese Soldaten aber keine Übergriffe auf die zentralafrikanische Bevölkerung vor.
Es gibt Gerüchte die behaupten, das zentralafrikanische Militär bereite sich auf einen größeren Angriff gegen die Rebellen vor, die sich aber wohl immer wieder auf kongolesisches Staatsgebiet zurück ziehen.
(Angaben eines Deutschen aus der Nachbardiozöse)







