Basisdaten Äthiopien
| Fläche: | 1.127.127 km² |
| Bevölkerung: | ca. 79 Millionen |
| Volksgruppen: | ca.80 verschiedene Völker (Hauptgruppen: Semiten, Kuschiten, nilo-saharinische und omotische Völker): Oromo 32,1; Amhara 30,2; Tigray 6,2;Somali 6; Gurage 4,3; Sidama 3,4 (statistische Angaben variieren!) |
| Amtssprache: | Amharisch |
| Hauptstadt: | Addis Abeba |
| Politisches System: | Bundesrepublik seit 1994, Verfassung von 1995 |
| Parlament: | Rat der Volksabgeordneten mit 547 Mitgliedern, Wahl alle 5 Jahre, Vertretung der Regionen (House of Federation) mit 108 ernannten Mitgliedern, Wahl des Staatsoberhaupts durch das Parlament alle 6 Jahre |
| Politische Führung: | Staatsoberhaupt: Girma Wolde Giorgis, Premierminister: Meles Zenawi. |
| Landesstruktur: | Regionen; Addis Abeba und Dire Dawa mit Sonderstatus |
Wirtschaft
Äthiopien ist mit einem Pro-Kopf-Einkommen von etwa 150 USD eines der ärmsten Länder der Welt. Ein Großteil der Bevölkerung lebt unter der absoluten Armutsgrenze. Dürreperioden, rasches Bevölkerungswachstum etc. und die daraus resultierenden Folgen für die Umwelt belasten das Land. Äthiopien bleibt von den Leistungen internationaler Geber abhängig. Die Wirtschaftslage war 2007 durch ein Wirtschaftswachstum von 11 %, einer Inflation von ca. 17 % und einem hohen Handelsbilanzdefizit von 3.592 Mio. USD (2005/ 2006) gekennzeichnet. Der Staatshaushalt ist defizitär und wird durch externe und Binnenverschuldung zur Deckung gebracht. Die Regierung strebt z. T. eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung an (z. B. Freigabe der Preise, Zulassung von Privatunternehmen, z.B. auch im Banken- und Versicherungssektor), übt jedoch weiterhin durch staatliche Monopolunternehmen (u.a. Luftverkehr, Telekommunikation, Energieversorgung) Kontrolle aus.
Gesellschaftliche Herausforderungen
Neben der Bekämpfung der Armut und den damit verbundenen Zielen zur Erreichung der UN-Millennium-Entwicklungsziele, stellen die immer wieder aufbrechenden, wenn auch regional begrenzten ethnischen Konflikte eine große Herausforderung dar. Die wachsende Verstädterung verschärft die sozialen Probleme. Frauen werden nach wie vor benachteiligt, indem z.B. ihre Bildungsmöglichkeiten eingeschränkt sind und die meisten Frauen auf gesellschaftliche Entscheidungsprozesse nur wenig Einfluss nehmen können. Weiterhin sind demokratie-fördernde Prozesse zu unterstützen und der Kampf gegen HIV/AIDS zu intensivieren.
Religionen
Es gibt keine verlässlichen Zahlen. Gegenwärtig dürften ca. 40-45 % der Bevölkerung der Äthiopischen Orthodoxen Tewahedo Kirche (EOC), 40 % dem Islam, 15 % evangelischen Kirchen angehören. Spannungen bestehen zwischen der EOC und den evangelischen Kirchen sowie zwischen den evangelischen Kirchen aufgrund des wachsenden Einflusses unterschiedlicher Pfingstkirchen.
Weblinks:
Landeskundliche Informationsseiten
Länder- und Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes
CIA The World Factbook Ethiopia



